Was ist ein Passivhaus?
Die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses ist das Passivhaus. Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem ein komfortables Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht werden kann. Das Haus heizt und kühlt sich eben rein passiv.
Voraussetzung hierfür ist ein spezifischer Jahresheizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/ (m²a). Dies soll nicht etwa auf Kosten hohen zusätzlichen Verbrauches an anderen Energieträgern (z. B. Strom) erreicht werden. Vielmehr: Der gesamte spezifische Primärenergiebedraf pro m² Wohnfläche in einem europäischen Passivhaus darf 120 kWh/ (m²a) (für Raumheizung, Warmwasserbereitung und Haushaltsstromverbrauch) nicht überschreiten. Dies bildet die Grundlage, den verbleibenden Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien (z. B. Solarenergie) decken zu können.
Kurzbeschreibung:
- sehr kompakte Bauform
- Minimierung aller Wärmebrücken
- sehr gute Verglasung und sehr gute Wind- und Luftdichtigkeit
- konsequent passive Solarnutzung
- ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem
- spezifischer Jahresheizwärmebedarf < 15 kWh/ (m²a)
- entspricht 1,5 Litern Heizöl pro m²/Jahr
Vorteile des Passivhauses
Wirtschaftlich:
Während der Gebäudebestand üblicherweise einen Heizwärmebedarf von 150 kWh/(m²a) bis 250 kWh/(m²a) hat, kommen Passivhäuser pro Jahr mit nur 10-15 kWh/(m²a) aus (10 kWh = 1 Liter Heizöl). Bei 150 m² Wohnfläche würde sich daraus ein Jahresverbrauch von 150-225 Liter Heizöl ergeben.
Energieeffizient:
Energieexperten fordern, dass vor allem die Industrieländer ihren Ressourcen- und Energieverbrauch nicht nur merkbar, sondern radikal senken müssen. Viele Fachleute fordern eine Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs um mindestens 40%. Das Energiekonzept des Passivhauses erreicht für den Neubau eine Senkung von ca. 80%.
Umwelt schonend:
Beim Passivhaus wird die Heizenergie auf ein Zehntel des heute üblichen Wertes reduziert. Eine konventionelle Heizung ist überflüssig, denn der normale Haushaltstromverbrauch und die von den Personen abgegebene Wärmemenge reicht selbst an kalten Wintertagen für ein gutes Wohnklima. Dies schafft die Möglichkeit, unsere Umwelt auch für die folgenden Generationen zu sichern und zu erhalten.
Ein angenehmes Wohnklima: Passivhäuser
Eine angepasste Luftwechselrate ist wichtig für angenhmes Raumklima in
der Wohnung. Die Fenster ständig auf "kipp" zu stellen ist keine
empfehlenswerte Lösung, da dabei Energie verschwendet wird. Im
Passivhaus wird frische Zuluft den Wohn- und Schlafräumen vielmehr
gezielt über eine bedarfsorientierte Lüftung zugeführt und verbrauchte
Abluft aus Toiletten, Bad und Küche abgesaugt. Dies schafft beste
Raumluft zu jeder Zeit.
Effiziente
und zugleich Energie sparende Haustechniksysteme für Passivhäuser,
Wärme, Warmwasser und gute Luft bietet der Hersteller
Maico an.
